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Die Sentier des Crêtes – Monte Salario Wanderung bei Ajaccio gehört zu den eindrucksvollsten Küstenrouten im Westen Korsikas: mediterrane Buschlandschaft, steinige Höhenpfade und weite Ausblicke bis zum Meer machen diese Rundwanderung zum idealen Einstieg in dein Wanderabenteuer rund um die Inselhauptstadt.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Highlights der Sentier des Crêtes – Monte Salario Wanderung
- 2 Beste Zeit für die Sentier des Crêtes – Monte Salario Tour
- 3 Vorbereitung
- 4 Sentier des Crêtes – Monte Salario: Parken und Anfahrt
- 5 Sentier des Crêtes – Monte Salario im Detail
- 6 Natur und Landschaft
- 7 Persönlicher Erfahrungsbericht
- 8 Andere Varianten
- 9 FAQ
- 10 Fazit
Highlights der Sentier des Crêtes – Monte Salario Wanderung

Diese Tour kombiniert alles, was Korsika ausmacht: würzige Macchia, weite Panoramen, mystische Nebelmomente und das intensive Blau des Mittelmeers. Der Pfad folgt einer Höhenlinie nördlich von Ajaccio, führt über felsige Aussichtspunkte und gipfelt im Abstecher zum Monte Salario.
- Start bei Canniccia: schmaler Einstiegspfad ins Grüne mit sofortigem Küstenblick
- Höhenweg Sentier des Crêtes: mediterrane Vegetation, markante Felsformationen, schattenreiche Passagen
- Abstecher zum Monte Salario (435 m): Aussicht auf Ajaccio, Meer und Bergkette im Inselinneren
- Rückweg über aussichtsreichen Hügel: Blick bis zu den Îles Sanguinaires
- Stimmungswechsel durch Wetter: von strahlend bis mystisch-verhangen mit Lichtspielen
Die Tour beginnt entspannt, gewinnt dann stetig an Panorama und Dramaturgie. Auf dem Crêtes-Kammweg wandert man durch duftende Buschlandschaft und blickt dabei immer wieder tief in die Bucht von Ajaccio. Der Aufstieg zum Monte Salario verleiht der Route alpinen Charakter. Beim Rückweg eröffnen sich neue Perspektiven – mit Glück sogar inklusive Regenbogen. Diese abwechslungsreiche Schleife fühlt sich trotz Nähe zur Stadt wild und frei an.
Beste Zeit für die Sentier des Crêtes – Monte Salario Tour
Vorbereitung
Planung
Die Tour lässt sich gut eigenständig unternehmen – ein paar Dinge solltest du aber im Vorfeld bedenken:
- Wetter vorab prüfen: Die Höhenlage macht die Route anfällig für Nebel, Wolken oder kurze Regenschauer – besonders spannend, aber auch rutschig.
- Tourlänge anpassen: Die Route lässt sich durch frühere Abzweigungen kürzen oder um weitere Aussichtspunkte erweitern.
- GPX-Track nutzen: Nicht alle Abzweigungen sind klar markiert – die digitale Navigation hilft, auf dem richtigen Weg zu bleiben.
- Früh starten bei Hitze: Die offenen Passagen sind sonnenexponiert – vor allem am Crêtes-Kamm.
- Genügend Wasser einpacken: Entlang der Route gibt es keine Wasserstellen.
- Kamera bereithalten: Die Lichtverhältnisse können innerhalb kurzer Zeit dramatisch wechseln – ideal für besondere Fotos.
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Sentier des Crêtes – Monte Salario: Parken und Anfahrt
Der Einstieg zur Rundwanderung befindet sich am nördlichen Stadtrand von Ajaccio, genauer: im Bereich Canniccia. Dort kannst du am Straßenrand oder auf kleinen Parkbuchten in Wohnstraßen parken. Die Orientierung fällt leicht: Halte dich am besten an die Zufahrt zum „Bois des Anglais“ – ein beliebtes Naherholungsgebiet mit beschilderten Pfaden.
Ein guter Ausgangspunkt ist der kleine Wanderparkplatz oberhalb der Place d’Austerlitz, etwa 10 Fahrminuten vom Zentrum Ajaccios entfernt. Hier beginnt der schmale Pfad ins Grüne. Kosten fallen keine an – die meisten Parkplätze sind unbewirtschaftet.
Wenn du mit dem ÖPNV unterwegs bist: Einige Buslinien fahren stadtauswärts in Richtung Bois des Anglais, allerdings unregelmäßig. Alternativ kannst du mit dem Taxi oder Mietwagen direkt zum Startpunkt fahren. Tipp: Die Strecke eignet sich hervorragend als Halbtageswanderung – entweder als Start in deinen Korsikaurlaub oder als spätnachmittägliche Rundtour mit Lichtspiel.
Sentier des Crêtes – Monte Salario im Detail
Sentier des Crêtes – Monte Salario Wanderkarte
Detaillierte Wegbeschreibung
Etappe 1: Einstieg bei Canniccia und Aufstieg zum Höhenweg
Die Wanderung beginnt im kleinen Ortsteil Canniccia, etwas oberhalb von Ajaccio. Dort parkst du am Straßenrand und folgst einem schmalen Pfad, der dich direkt ins Grüne führt. Nach wenigen Metern erreichst du einen steinernen Weg, der dich leicht ansteigend zwischen mediterraner Vegetation hinaufführt. Schon nach kurzer Zeit öffnet sich der Blick Richtung Küste und Meer – ein erster Vorgeschmack auf das, was dich weiter oben erwartet.
Auf rund 210 m Höhe erreichst du eine Weggabelung. Hier beginnt die eigentliche Rundtour. Du kannst die Schleife in beide Richtungen laufen – wir entscheiden uns für die Variante gegen den Uhrzeigersinn und halten uns links, um zuerst auf dem Sentier des Crêtes entlangzuwandern.
Etappe 2: Sentier des Crêtes – Felsen, Panoramapfade und wechselnde Vegetation
Der Pfad verläuft nun auf dem bekannten Höhenweg Sentier des Crêtes. Dich erwartet ein weitläufiger Grat mit konstantem Küstenblick, durchsetzt mit typischer Macchia: duftender Rosmarin, Zistrosen, Ginster und vereinzelte Kiefern rahmen den Weg. Immer wieder tauchen eindrucksvolle Felsformationen auf, die wie Wellen aus der Landschaft ragen.
Nach etwa 2,4 km erreichst du eine beschilderte Kreuzung. Du folgst dem Weg Richtung „Vignola“. Dieser Abschnitt bringt neue Abwechslung: lichte Waldstücke wechseln sich mit freien Aussichtspunkten ab. Bei Kilometer 3,2 kommst du an eine felsige Passage mit spektakulärer Weitsicht – ein perfekter Ort für eine kurze Rast.
Rund 900 Meter später weist dir ein weiteres Schild den Weg Richtung „Crêtes Hautes“. Hier nimmt die Steigung spürbar zu: über wurzelige Pfade geht es bergauf, bis du auf etwa 430 m Höhe einen kleinen Felsvorsprung erreichst. Dieser Spot zählt zu den Höhepunkten der Tour – gewaltige Granitblöcke, ein weiter Blick aufs offene Meer und das Gefühl, ganz oben zu sein.
Etappe 3: Monte Salario und aussichtsreicher Rückweg
Hinter dem Aussichtsfels führt der Pfad weiter durch dichten Wald, bis du nahe am nicht öffentlich zugänglichen Gipfel des Monte Salario ankommst. Der höchste Punkt liegt bei etwa 435 m. Auch wenn der Gipfel selbst nicht betretbar ist, lohnt sich der Umweg: die Blicke schweifen hier weit über Ajaccio, die vorgelagerte Küste und die zerklüfteten Bergzüge im Osten.
Du steigst nun bergab, vorbei an einer hölzernen Hütte und einem breiten Platz mit mehreren Abzweigungen. Hier öffnet sich ein fantastisches Panorama: Westlich siehst du Ajaccio und das Meer, östlich erstrecken sich sanfte Höhenzüge. Du folgst dem breiten Schotterweg weiter in Richtung Süden. Schließlich zweigt ein schmaler Pfad ab, der dich über steiniges Gelände in moderater bis steiler Neigung abwärts führt. Bereits hier erkennst du in der Ferne einen markanten Aussichtspunkt – dein nächstes Ziel.
Bevor du zur ursprünglichen Kreuzung zurückkehrst, lohnt sich noch ein kurzer Abstecher auf einen kleinen Gipfel. Der Aufstieg dauert nur wenige Minuten, belohnt dich aber mit einem der schönsten Ausblicke auf Ajaccio. Hier siehst du die Stadt eingebettet zwischen Meer und Bergen – ein eindrucksvolles Panorama, das besonders bei klarem Licht oder nach Wetterumschwung seinen Reiz entfaltet.
Nach der letzten Etappe geht es auf bekanntem Pfad zurück zur Abzweigung bei Kilometer 2. Von hier folgst du dem schmalen Pfad bergab und gelangst zurück zum Ausgangspunkt in Canniccia.
Natur und Landschaft
Die Wanderung über den Sentier des Crêtes bis zum Monte Salario führt durch eine der abwechslungsreichsten Landschaftszonen rund um Ajaccio. Schon kurz nach dem Einstieg umgibt dich die typische Macchia Korsikas – eine dichte, duftende Buschlandschaft, durchzogen von Rosmarin, Myrte, Erdbeerbäumen und Zistrosen. Je nach Jahreszeit blühen hier weiße und violette Farbtupfer, während das trockene Gras in der Sonne goldgelb schimmert.
Mit zunehmender Höhe ändert sich das Bild: Die Vegetation wird lichter, Kiefern treten hinzu, und zwischen bizarr verwitterten Granitblöcken öffnen sich Panoramafenster zum Meer. Immer wieder bieten Felsvorsprünge Gelegenheit zum Innehalten – mit Blick auf das tiefblaue Mittelmeer, die vorgelagerten Îles Sanguinaires und die Dächer von Ajaccio.
Der Kontrast ist beeindruckend: Hier das satte Grün der Hänge, dort die rötlich-braunen Steine, dazwischen immer wieder Kakteen, Disteln oder niedrige Wacholdersträucher. In manchen Abschnitten wandert man durch Wald, in anderen über sonnenexponierte Höhenrücken. Vögel, Insekten und der Wind in den Zweigen begleiten den Weg akustisch – Korsikas wilde Küstennatur in voller Kulisse.
Persönlicher Erfahrungsbericht
Wir sind am selben Tag erst auf Korsika angekommen. Die Fähre hat uns am frühen Morgen nach Ajaccio gebracht. Wieso häufig, wussten wir auch hier erst einmal gar nicht, was wir an diesem ersten Tag unserer Korsika-Reise unternehmen wollten.
Wir sind dann online auf den Sentier des Cretes und haben uns dann eine Route ausgesucht, die uns am meisten angesprochen hat – die, die auch über den Monta Salario verläuft.
Direkt nach dem Start hat uns die Tour bereits überzeugt. Grund dafür war zum einen die Atmosphäre durch die markanten Felsen und die mediterrane Pflanzenlandschaft zum anderen aber auch die Aussichten über die Küste und das Meer die wir direkt bekommen hatten.
Es war ein tolles Erlebnis, immer wieder aus dem dichten mediterranen Busch herauszutreten, dann geniale Aussichten zu bekommen, und danach zwischen den Bäumen abzutauchen usw…
Besonders spannend war für uns dann noch die Tatsache, dass das Wetter etwas ungeschlagen ist. Auf einmal haben wir uns inmitten einer großen Wolke wiedergefunden und es hat angefangen, mal leichter , aber auch mal stärker zu regnen. Die Wolken zogen über den Bergrücken hinweg und gaben immer wieder das Meer im Sichtfeld frei – ein unglaublich mystisch-wirkendes Spektakel.
Es gab zwischendurch einen längeren Teil unserer Wanderung, wo es einfach nur geregnet hat und wir auch keine Aussicht hatten. Auch wenn das etwas schade war, haben wir doch eine magische Atmosphäre genießen können, die die Natur für uns besonders gemacht hat.
Beim Abstieg ist der Himmel frei und die Sicht dann wieder klar. Besonders hat uns gegen Ende auch noch einmal die Aussicht auf Ajaccio vom Aussichtsberg gefallen. Wir sind hier sogar mit einem Regenbogen belohnt worden, der sich vor den Bergen und Hügeln im Hintergrund gezeigt hat.
Insgesamt empfanden wir diese Tour als sehr lohnend, auch wenn es teilweise geregnet hat und wir teilweise keine Sicht hatten. Die Wanderung hat uns mal wieder gezeigt, dass man bei verschiedenem Wetter ganz unterschiedliche Eindrücke bekommen kann, die für sich betrachtet einen großen Wert haben und zusammen ein abwechslungsreiches Erlebnis schaffen können.
Andere Varianten
Die Rundtour über den Sentier des Crêtes lässt sich in Länge und Anspruch flexibel anpassen. Wer weniger Zeit hat oder es gemütlicher angehen möchte, kann schon an der ersten Weggabelung eine verkürzte Schleife einschlagen. Diese kürzere Runde umfasst nur etwa 6,7 km und lässt den Abstecher zum Monte Salario aus – ideal für einen Halbtagsausflug mit weniger Steigung.
Ambitionierte Wandernde können die Tour auch erweitern, zum Beispiel mit einem Abstecher Richtung Vignola oder durch Anbindung an weitere Pfade am Bois des Anglais. Die Höhenlinie des Sentier des Crêtes bietet zahlreiche Aussichtskuppen und Querwege – hier lässt sich die Route spontan verlängern, je nach Tagesform und Lichtstimmung.
Auch als Kombination mit dem urbaneren „Balade des Anglais“ (oberhalb der Stadt) ist die Route interessant – so kann man vom wilderen Rücken in eine sanftere Auslaufzone wechseln. Insgesamt ist diese Tour überraschend vielseitig.
FAQ
Wie lang ist die Strecke
Du wanderst rund 10,5 km mit etwa 390 Höhenmetern. Plane inklusive Pausen rund 3,5 Stunden ein.
Ist die Tour für Kinder geeignet
Du kannst die Tour mit älteren, trittsicheren Kindern gut gehen. Die Route ist abwechslungsreich, aber stellenweise steinig.
Wie anspruchsvoll ist die Wanderung
Du brauchst eine mittlere Grundkondition. Der Weg ist nicht technisch schwierig, aber teilweise steil und uneben.
Gibt es unterwegs Einkehrmöglichkeiten
Du findest entlang der Route keine Einkehr. Nimm genügend Wasser und Proviant mit.
Wie finde ich den Startpunkt
Du startest in Canniccia nahe Ajaccio. Nutze die Zufahrt über den Bois des Anglais und parke am Straßenrand.
Ist der Weg ausgeschildert
Du findest an Knotenpunkten Schilder. Eine GPX-Datei oder Karte ist trotzdem empfehlenswert.
Brauche ich Wanderstöcke
Du kannst sie gut nutzen. Besonders beim Abstieg über Schotter sind sie hilfreich.
Wie ist der Handyempfang unterwegs
Du hast nicht überall Netz. Lade dir Offlinekarten vor der Tour auf dein Handy.
Kann ich die Tour im Sommer gehen
Du kannst sie auch im Sommer gehen. Starte früh am Morgen und achte auf ausreichend Wasser und Sonnenschutz.
Ist die Tour hundetauglich
Du kannst deinen Hund mitnehmen. Achte auf scharfe Felsen und pack Wasser für ihn ein.
Fazit
Die Sentier des Crêtes – Monte Salario Wanderung ist ein idealer Mix aus mediterraner Natur, aussichtsreichen Höhenwegen und flexibler Streckenführung. Wer auf Korsika eine Halbtagestour mit Küstenblick, typischer Vegetation und abwechslungsreicher Dramaturgie sucht, wird hier fündig. Die Tour ist weder überlaufen noch technisch schwierig, bringt aber genau die richtigen Herausforderungen, um in den Wandermodus zu kommen – besonders, wenn du gerade erst auf der Insel angekommen bist.
Ob bei Sonne, im Nebel oder nach dem Regen: Diese Route zeigt sich in jeder Witterung von einer anderen Seite. Und genau das macht sie so reizvoll.






























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