Korsika Pozzi Seen: Moorlandschaft mit Wasserstellen, Felsen und Bergpanorama unter blauem Himmel.

Pozzi Seen Wanderung auf Korsika – Rundtour durch Moorwiesen, Bergpanorama und Wildpferde

Sieh dir den Schnelldurchlauf an.

parkplatz korsika berge wanderung pozzi
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Wir starten die Tour früh am Morgen – über uns der blaue Himmel, vor uns ein leerer Parkplatz auf 1.600 Metern Höhe.

korsika wanderung pozzi seen bergpanorama scaled
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Der Weg führt durch weite Grashänge mit Ausblicken bis zum Meer – und die Berge wirken zum Greifen nah.

korsika wanderweg bergpfad felsen panorama scaled
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Wir sind dank unserer Wanderschuhe trittsicher unterwegs – der felsige Pfad verlangt stabilen Tritt.

korsika pozzi seen moorlandschaft bergpanorama scaled
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Dann öffnet sich das Tal: glitzernde Pozzi-Seen, sattes Gras, weidende Wildpferde – wie in einer anderen Welt.

wasserfall berge korsika felsen scaled
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Am hinteren Rand der Ebene entdecken wir einen versteckten Wasserfall – das fließende Herz der Pozzines.

korsika wanderweg wald felsen sonnenstern scaled
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Der Rückweg überrascht mit einem lichten Herbstwald voller Farben, Lichtspiele und Stille.

korsika kuh berglandschaft pozzi seen scaled
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Auf dem letzten Abschnitt begegnen wir Kühen – ruhig, fast majestätisch zwischen Fels und Farn.

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Die Pozzi Seen Wanderung auf Korsika zählt zu den eindrucksvollsten Touren im südlichen Hochgebirge der Insel – mit Wasseraugen, Wildpferden und weiten Blicken bis zum Meer. Dich erwartet eine rund 13,4 km lange Rundwanderung durch subalpine Zonen, vorbei an glitzernden Pozzines und über stille Bergpfade. In diesem Beitrag findest du alle Details, Tipps und Hintergründe für dein eigenes Pozzi-Abenteuer.

Zusammenfassung
Rundtour
Strecke
13,4 km
Gehzeit
4:30 h 5:30 h
Höhendifferenz
510 m / 1927 m
Schwierigkeit
Mittel
Fitnessbedarf
Technik- / Erfahrungsbedarf
Mittelschwere Rundwanderung mit alpinen Abschnitten, gut markiert.
Diese Daten wurden von uns selbst erfasst, um eine noch bessere Einschätzung zu leisten. Daher können sie von den Daten in Apps abweichen.

Das erwartet dich bei der Pozzi Seen Wanderung: Highlights

Braunes Wildpferd auf Korsika vor Moorlandschaft. Pozzi Seen Wanderung.
korsika wildpferd pozzi seen wanderungDSC01795

Diese Rundtour kombiniert stille Weite mit dramatischer Landschaft – du wanderst durch eine märchenhafte Hochmoorwelt, umrahmt von Fels und Wasser. Dabei erlebst du die korsische Bergwelt in ihrer ursprünglichsten Form.

  • Wanderung durch die Pozzines: Jahrtausendealte Moorwiesen mit glitzernden Wasseraugen
  • Spektakuläre Ausblicke auf die Berge und bis zum Meer
  • Begegnungen mit halbwilden Pferden und Kühen mitten im Hochland
  • Abstieg durch lichten Bergwald und abwechslungsreiche Vegetation
  • Majestätischer Kessel mit Wasserfall und versteckter zweiter Pozzi-Ebene

Die Tour beginnt auf über 1.600 m Höhe und steigt stetig bis auf fast 1.930 m an. Von den weiten subalpinen Grashängen führt dich der Weg auf ein verstecktes Plateau mit Dutzenden runder Wasserlöcher – die Pozzi. Von oben eröffnet sich ein unvergesslicher Blick ins Tal, das sich mit jedem Schritt mehr entfaltet. Nach einer Umrundung des Pozzi-Beckens beginnt der Rückweg durch felsige Bäche und einen überraschend vielfältigen Bergwald. Stimmungsvolle Lichtungen, urige Hütten, ein Wildbach und der Blick auf Pferde runden das Erlebnis ab.

Beste Zeit für die Pozzi Seen Wanderung

Saison-Ampel
Empfehlung nach Monaten

Vorbereitung

Planung

  • Wetterbericht checken: In dieser Höhenlage können Gewitter auch im Hochsommer rasch aufziehen – möglichst früh starten.
  • Jahreszeit beachten: Im Frühjahr kann es noch Schneefelder geben, im Herbst ist die Region traumhaft bunt – aber kühl und leerer.
  • Startpunkt auf 1.600 m: Auch bei Sonne kann es windig und frisch sein – gute Kleidung wichtig.
  • Tierkontakt möglich: Kühe, Pferde, teils Wildschweine – Abstand halten, keine Fütterung.
  • Respekt gegenüber Natur und Kultur: Die Pozzines sind empfindlich – bitte auf den Wegen bleiben.

Packliste

Du kannst diese Packliste für deinen Ausflug verwenden. Die Liste merkt sich Haken, die du setzt, sodass du zwischendurch unterbrechen und später weitermachen kannst. Du kannst die Liste auch als PDF- oder Textdatei herunterladen. Über die Buttons mit dem Einkaufswagen kannst du passende Produkte finden.

Pozzi Seen Anfahrt und Parken

Der Ausgangspunkt der Pozzi Seen Wanderung liegt am oberen Ende der D27a, einer landschaftlich großartigen Bergstraße, die von Bastelica in südlicher Richtung bis zum Skigebiet Val d’Ese führt.

Von Bastelica folgst du der gut ausgebauten D27a. Zunächst geht es durch Wald, doch schnell schraubt sich die Straße über die Baumgrenze. Auf über 1.600 Metern öffnet sich die Landschaft: Fels, Gras, Panorama. Schon auf dem Weg zum Startpunkt kannst du – bei klarer Sicht – das Meer in der Ferne erkennen. An geeigneten Stellen lohnt es sich, einen kurzen Fotostopp einzulegen.

Der offizielle Parkplatz „Départ de Randonnée Les Pozzi“ befindet sich direkt am Ende der Straße. Von hier starten sowohl die klassische Rundwanderung als auch Varianten. Der Parkplatz ist kostenlos, nicht bewirtschaftet, aber relativ groß. Gerade in der Nebensaison hast du gute Chancen auf einen Platz – früh da sein lohnt sich dennoch, besonders an Wochenenden.

Pozzi Seen Wanderung im Detail

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Pozzi Seen Wanderkarte

Detaillierte Wegbeschreibung

Etappe 1: Vom Parkplatz Val d’Ese zum Panorama-Plateau

Die Wanderung beginnt am Parkplatz des Skigebiets Val d’Ese auf rund 1.622 m Höhe. Zunächst führt der breite Weg vorbei an den stillstehenden Liften. Direkt hinter dem Start zweigt sich der Weg: Du nimmst den linken Abzweig, der in leichtem Anstieg auf einem breiten Geröllpfad durch subalpine Wiesenlandschaft führt. Der Blick öffnet sich schnell – die Umgebung ist geprägt von Grasmatten, verstreuten Felsblöcken und einem weiten Horizont.

Schon bald erreichst du das Ende der Liftanlagen. Der Weg bleibt gut begehbar und zieht sich weiter durch weite, leicht ansteigende Hänge. In der Ferne siehst du bereits die umliegenden Gipfel, und bei klarer Sicht schimmert das Meer am Horizont. Der Weg windet sich an einem Hang empor, bis du auf rund 1.900 m ein Plateau erreichst. Hier wird das Gelände flacher – ein großartiger Moment, denn du stehst nun am Übergang zur Pozzi-Hochebene.

Etappe 2: Vom Plateau ins Pozzi-Tal

Am Ende des Plateaus weist ein Wegweiser den Pfad zu den Pozzi. Nun verlässt du den breiten Weg und folgst einem schmalen, teils felsigen Steig, der sich zwischen Sträuchern und Felsformationen entlang eines Kamms zieht. Es wird alpiner, der Pfad schmiegt sich an den Hang, und der Blick öffnet sich in ein weites Tal.

Bald erkennst du unter dir die ersten runden Wasserflächen – die charakteristischen Pozzi. Mit jedem Schritt mehr entfaltet sich das Pozzi-Tal in seiner ganzen Schönheit: ein grüner Teppich, durchsetzt mit glitzernden Teichen in verschiedenen Formen. Der Pfad führt in Serpentinen nach unten, vorbei an einem kleinen Sattel, bis du in der Ebene stehst – direkt zwischen den Pozzi-Seen.

Hier verläuft der Weg über grasige, teils matschige Wiesen. Die Wasserlöcher sind teils überraschend tief, mit klarem, kaltem Wasser. Zwischen den Mooraugen weiden oft Wildpferde – in unserem Fall begegnete uns eines, das später sogar neugierig zu unserem Pausenplatz kam.

Am hinteren Ende der Ebene steigst du auf große Felsen.

Von dort hast du einen grandiosen Blick über die gesamte Pozzi-Fläche – inklusive einem kleinen, versteckten zweiten Plateau und einem Wasserfall, der aus der Felswand entspringt. Von hier führt der Pfad zurück zum Punkt, an dem du die Ebene betreten hast.

Etappe 3: Über Bachläufe und Waldpfade zurück

Nach der Umrundung verlässt du das Pozzi-Tal über eine neue Route – nun folgt der zweite Teil der Rundtour. Der Weg führt an einem Bach entlang, der aus den Pozzi-Quellen gespeist wird. Du wanderst durch steiniges Gelände mit vereinzelten Büschen und kleinen Sträuchern. Schon bald erreichst du einen Wegweiser und einige kleine Steinhütten, die noch heute von Hirten genutzt werden.

Der Abstieg bringt dich in einen lichten, abwechslungsreichen Bergwald. Hier überquerst du einen Bach, folgst verwinkelten Pfaden, und bekommst immer wieder Ausblicke auf die umliegenden Höhen. Es ist ein überraschend lebendiger Abschnitt – vor allem im Herbst, wenn der Wald in vielen Farben leuchtet. Schließlich wartet ein letzter, aber moderater Aufstieg durch ein felsiges Gelände.

Du erreichst eine offene Zone mit weitem Blick, steigst entlang des Berghangs auf einem gut sichtbaren Pfad weiter und passierst eine kleine Hütte. Danach öffnet sich wieder die Graslandschaft – und in der Ferne erkennst du die Skilifte. Der Weg bringt dich zurück zur ersten Weggabelung. Wenige Minuten später stehst du wieder am Parkplatz und beendest die Pozzi Seen Rundwanderung – mit einem Kopf voller Eindrücke und möglicherweise einer wilden Pferdebegegnung im Herzen.

Natur und Landschaft

Die Pozzi Seen Wanderung führt dich durch eine der eindrucksvollsten Naturregionen Korsikas. Charakteristisch für das Hochplateau sind die Pozzines – uralte Quell- und Moorwiesen mit dutzenden, teils kreisrunden Wasserlöchern. Diese haben sich nach der letzten Eiszeit gebildet und sind von dichten Gräsern und Moospolstern umgeben, die das Wasser wie ein Schwamm speichern. Zwischen den Teichen wachsen hygrophile Pflanzen wie Riedgräser, Seggen und Binsen, aber auch besondere Arten wie das fleischfressende Fettkraut, das nur hier in dieser Höhenlage vorkommt.

Abseits der Feuchtwiesen begegnet dir ein Wechselspiel aus subalpinen Grashängen, lichten Waldpassagen und felsigen Kammlagen. Die Flora reicht von Zwergwacholder über Wacholderheiden bis hin zu Schneemargeriten. Besonders schön sind die Farbwechsel im Herbst – Ocker, Gold und Rot durchziehen dann die Wiesen.

Die Fauna zeigt sich ebenfalls vielfältig: Auf dem Plateau grasen oft wilde Pferde und Kühe, manchmal auch halbwilde Hausschweine. In den Gewässern leben Forellen, Amphibien und mit Glück kann man sogar den korsischen Gebirgsmolch entdecken. Darüber kreisen Greifvögel wie Steinadler oder sogar der seltene Bartgeier. Die Pozzines sind Rückzugsort und Lebensraum zugleich – und ein Paradebeispiel für ein hochsensibles Ökosystem.

Persönlicher Erfahrungsbericht

Schon die Anfahrt über die D27a war für uns ein echtes Highlight – leere Straße, Bergpanorama, völlige Ruhe. Da wir im November unterwegs waren, war kaum jemand auf der Strecke, und wir konnten die gesamte Landschaftsstraße ganz für uns genießen. Solche Roadtrip-Momente erinnern uns an Schottland oder Norwegen – Korsika steht dem in nichts nach.

Oben am Parkplatz: zwei Autos. Keine Menschen zu sehen. Wir starten, und schon auf den ersten Metern begeistert uns die Weite und Lichtstimmung. Doch richtig los ging das Wandergefühl für uns erst nach dem Plateau, als der Pfad schmaler wurde und wir wirklich mitten im korsischen Gebirge unterwegs waren. Der Blick durch das Tal bis zum Meer – einfach magisch.

Und dann die Pozzi: Diese Ebene voller runder, glasklarer Seen, das leise Plätschern, das goldene Gras – es war ein Ort, den wir nicht mehr vergessen werden. Ein wildes Pferd graste unweit, näherte sich uns sogar, und kam später, als wir Pause machten, noch einmal vorbei – fast so, als würde es nach dem Rechten sehen.

Wir hatten kurz überlegt, den Monte Renoso noch zu besteigen, entschieden uns aber bewusst für mehr Zeit im Tal. Statt Höhenmeter wollten wir Aussicht, Ruhe und den Moment. Wir kletterten auf Felsen, um die ganze Ebene zu überblicken, entdeckten sogar den versteckten Wasserfall. Der Abstieg führte uns später in einen herbstlichen Wald, bunt, lebendig und voll Atmosphäre. Ein perfekter Ausklang. Diese Tour gehört zu den stärksten Erlebnissen unserer Korsika-Zeit.

Andere Varianten

Die klassische Runde lässt sich problemlos erweitern – besonders für ambitionierte Wanderer lohnt sich der Abstecher zum Monte Renoso (2.352 m). Dafür steigst du vom Pozzi-Plateau aus über einen felsigen Grat weiter hinauf. Technisch anspruchsvoll, aber spektakulär. Die komplette Tour mit Gipfelbesteigung dauert rund neun Stunden und verlangt gute Kondition sowie Trittsicherheit.

Alternativ kannst du die Pozzi-Runde um den Lac de Vitalaca ergänzen – ein einsamer Gebirgssee nördlich der Pozzines. Der Abzweig ist nicht markiert, aber über Steinmännchen zu finden. Plane dafür etwa eine Stunde zusätzlich ein. Wer länger in der Region bleiben will, kann auch von Palneca oder Ghisoni aus starten – beides längere, landschaftlich reizvolle Alternativrouten mit bis zu 700 Höhenmetern im Aufstieg.

FAQ

Wie lange dauert die Tour

Du solltest etwa 4,5 bis 5,5 Stunden Gehzeit einplanen. Die Strecke misst 13,4 km bei 510 Höhenmetern.

Ist die Tour für Kinder geeignet

Du kannst die Tour mit geübten, älteren Kindern ab etwa 10 Jahren gehen. Es gibt keine gefährlichen Stellen, aber Ausdauer ist gefragt.

Wann ist die beste Zeit

Du wanderst am besten zwischen Juli und September. In dieser Zeit sind die Wege trocken und die Pozzi voll Wasser.

Ist der Weg gut ausgeschildert

Du findest an wichtigen Punkten Wegweiser und Markierungen. Dennoch lohnt sich eine Karte oder GPX-Datei.

Kann ich die Tour mit meinem Hund machen

Du kannst deinen Hund mitnehmen. Bitte leine ihn in Weidezonen an und achte auf ausreichend Wasser.

Gibt es Einkehrmöglichkeiten unterwegs

Du findest unterwegs keine bewirtschafteten Hütten. Nimm ausreichend Proviant und Wasser mit.

Wo kann ich parken

Du parkst direkt am Ende der D27a am Parkplatz Val d’Ese. Der Platz ist kostenlos und markiert.

Gibt es Wildtiere auf der Tour

Du kannst Pferde, Kühe oder sogar Wildschweine sehen. Bitte halte respektvoll Abstand.

Fazit

Die Pozzi Seen Wanderung gehört zu den eindrucksvollsten Naturtouren Korsikas – nicht wegen ihrer Höhe oder Länge, sondern wegen der einzigartigen Szenerie. Wenn du Ruhe, Weite und unberührte Berglandschaft suchst, wirst du hier fündig.

Die Kombination aus Moorwiesen, glasklaren Teichen und weidenden Pferden ist fast surreal. Gleichzeitig ist die Rundwanderung gut machbar – auch für weniger geübte Bergwanderer mit etwas Ausdauer. Für uns war es eine der stillsten und zugleich eindrucksvollsten Touren der Insel. Du solltest sie unbedingt auf deine Liste setzen – am besten in den ruhigeren Monaten, wenn die Berge dir allein gehören.

Tobi

Hi, ich bin Tobi. Ich liebe es, neue Gegenden zu entdecken und vor allem eine gute Aussicht zu genießen. Auf unseren Ausflügen filme ich gerne den Weg und die Highlights mit. Mehr erfährst du auf unserer About-Seite.

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